Katarakt & Glaukom

Kata­rakt & Glaukom


Pri­vat­pra­xis SCHUMANN

Obwohl die Bezeichnungen „Grauer Star“ und „Grüner Star“ sehr dicht beieinander liegen, beschreiben sie jeweils zwei Gruppen von Augenerkrankungen,
die sich grundlegend voneinander unterscheiden. Aktiv davor schützen kann man seine Augen nur bedingt, denn das Älterwerden ist jeweils der größte Risikofaktor. Andere nennenswerte Risiken wie Rauchen, Vitaminmangel und Durchblutungsstörungen sind dagegen leichter zu beeinflussen. Sie wollen wissen wie? Fragen Sie Ihr Ärzteteam in der Privatpraxis Schumann.

Wuss­ten Sie schon? 

Erkran­kun­gen wie Blut­hoch­druck, Athero­skle­ro­se oder ande­re Durch­blu­tungs­stö­run­gen
tra­gen wesent­lich zur Ent­ste­hung von Kata­rakt und Glau­kom bei.

Dabei bezeichnet der graue Star (= Katarakt) eine Eintrübung der vormals glasklaren Augenlinse. Durch eine Verdichtung des Linsenmaterials und einen Elastizitätsverlust des Linsengewebes wird das in das Auge einfallende Licht reduziert und unregelmäßig gebrochen. So entsteht ein unscharfes Bild mit Kontrastverlust. Die Folge sind ein verschwommenes Sehen, zunehmende Blendempfindlichkeit und manchmal auch eine veränderte Farbwahrnehmung oder Doppeltsehen.

Im Gegensatz dazu ist der grüne Star (= Glaukom) eine heimtückische und chronische Augenerkrankung. Heimtückisch, weil er in der Regel ohne merkliche Symptome beginnt, und chronisch, weil der grüne Star nicht heilbar ist. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung des Sehnervs, bei dem die Nervenfasern des Auges irreversibel geschädigt werden. Infolgedessen entstehen charakteristische Ausfälle im Gesichtsfeld, die von den Betroffenen meist sehr spät als Sehverlust bemerkt werden.

Die Namensgebung der medizinischen Bezeichnungen Katarakt und Glaukom leitet sich jeweils aus dem Altgriechischen ab. Katarakt bedeutet „Wasserfall“ und bezieht sich auf die leicht erkennbare Weißfärbung der Pupille bei fortgeschrittener Linsentrübung. Diese erinnert an die Gischt eines Wasserfalls.

Glaukom bedeutet „grau-bläulich“ oder „farbig wie das Meer“ und bezieht sich auf die blau-graue Verfärbung der Regenbogenhaut, die früher bei fortgeschrittenem Glaukom oftmals beobachtet werden konnte. Der Begriff „Star“ hat nichts mit dem in unserer Gegend häufig vorkommenden Singvogel zu tun. Er ist vielmehr auf den starren Blick zurückzuführen, der bei unbehandelten und daher erblindeten Patienten mit grauem und grünem Star zu beobachten ist.

Was pas­siert, wenn…

…der graue oder grü­ne Star nicht recht­zei­tig behan­delt werden?

Wenn nicht rechtzeitig behandelt wird, dann kann sowohl der graue als auch der grüne Star zu bleibendem Sehverlust und Erblindung führen. In Deutschland und in anderen Industrienationen sind die Endstadien von grauem und grünem Star selten, da die medizinische Versorgung flächendeckend und auf hohem Niveau gewährleistet wird. Augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen spielen dabei in der Früherkennung eine wichtige Rolle und sind unabdingbar, um bleibenden Funktionsverlust zu vermeiden.

Deshalb hilft bei grauem und grünem Star nur der Weg zum Augenarzt. Ich empfehle jedem ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre eine augenärztliche Vorsorgeuntersuchung. Dabei führt der Augenarzt eine Risikobewertung durch und klärt, welcher Abstand zwischen den Routinekontrollen im individuellen Fall die größte Sicherheit bieten kann. Heute sind die diagnostischen Möglichkeiten aufgrund der technischen Fortschritte umfassender und sensitiver als noch vor wenigen Jahren, so dass schon sehr frühe Stadien von grauem oder grünem Star erkannt werden können, noch bevor ein merklicher Funktionsverlust eintritt.

Gesichts­feld­un­ter­su­chung (Peri­me­trie)

Wesent­li­cher Teil der Vor­sor­ge und Verlaufskontrolle

Aufgrund des schleichenden Krankheitsverlaufs ist für den Einzelnen nicht sicher festzustellen, ob er selbst vom grauen oder grünen Star betroffen ist. Insbesondere der grüne Star bleibt meist so lange unbemerkt, bis mehr als ein Drittel der Nervenfasern irreversibel geschädigt sind und die Gesichtsfelddefekte den Alltag beeinträchtigen. Selbst dann sind die Symptome nicht spezifisch, das heißt, die subjektiven Beschwerden könnten auch bei anderen Augenerkrankungen auftreten. Das macht die selbständige Zuordnung der Beschwerden schwierig. 

Wel­che Behand­lungs­mög­lich­kei­ten ste­hen zur Verfügung? 

Las­sen Sie sich beraten! 

Bei grauem Star ist die einzige wirksame Behandlungsoption die Linsenoperation (= Kataraktoperation). Eine bereits vorhandene Linsentrübung kann nicht durch Medikamente gebessert werden und bildet sich auch nicht von allein zurück. Vielmehr gilt zu klären, ob eine funktionelle Beeinträchtigung vorliegt und ob die subjektiven Beschwerden so groß sind, dass wichtige Tätigkeiten im Alltag eingeschränkt werden.

Bei grünem Star sind die therapeutischen Optionen vielfältig, aber oftmals auch dringlicher. Alle Behandlungsoptionen verfolgen dabei das Ziel, den Augeninnendruck nachhaltig zu senken und gleichförmig auf niedrigerem Niveau zu halten. Neben verschiedenen Augentropfen gehören Laserbehandlungen und operative Maßnahmen zum Portfolio des Augenarztes. Ob konservative oder operative Therapiemöglichkeiten oder aber die Kombination aus beidem in der individuellen Situation zum Einsatz kommen, hängt nicht zuletzt vom Stadium der Erkrankung, der Verträglichkeit von Augentropfen und der Möglichkeit zur regelmäßigen Anwendung der empfohlenen Tropfentherapie ab. Minimalinvasive Operationen werden oftmals dann empfohlen, wenn eine rein konservative Therapie den Augendruck nicht ausreichend reguliert.

Zusätzlich werden insbesondere beim grünen Star Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt, denen eine protektive Wirkung auf die Nervenfaserschicht der Netzhaut und den Sehnerv zugeschrieben werden.

Darüber hinaus wurden alternative Heilmethoden wie die Homöopathie oder die Akupunktur bei grauem oder grünem Star vorgeschlagen. Bisher konnte jedoch kein sicherer Nachweis erbracht werden, dass diese Methoden einen nachweislichen Effekt oder Mehrwert für das therapeutische Vorgehen besitzen.

Eine sorgfältige Nachsorge spielt sowohl bei grauem als auch bei grünem Star eine wichtige Rolle für den Behandlungserfolg. Während aber bei grauem Star in der Regel nach wenigen Kontrollterminen wieder das individuelle Routineintervall zwischen den augenärztlichen Untersuchungen aufgenommen werden kann, sind bei grünem Star oftmals für einige Zeit sehr engmaschige Nachkontrollen nach Therapieanpassung oder Operation notwendig. Letztlich muss immer daran gedacht werden, dass der grüne Star im Gegensatz zum grauen Star eine chronische Erkrankung darstellt, die auch langfristig ein individuelles Vorgehen in Diagnostik und Therapie erfordert.

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